Diese Exkursion führt uns in den Tagebau Welzow. Mit „Kohle, Sand und Bergmannshand“ lunzen wir über'n Grubenrand. Wir erhalten Einblicke in einen aktiven Braunkohletagebau und laufende Abbauprozesse. Dabei werden wir mit einem Mannschaftstransportwagen zu den Großgeräten und zum Kohleflöz fahren, wo die technischen Abläufe der Rohstoffgewinnung anschaulich erläutert werden. Die Dimensionen der Maschinen und die Eingriffe in die Landschaft machen die räumlichen und ökologischen Auswirkungen des Tagebaus unmittelbar erfahrbar. Der Tagebau Welzow zeigt damit eindrücklich, wie Energiegewinnung, Landschaftsveränderung und zukünftige Transformationsprozesse planerisch zusammen gedacht werden müssen.
HINWEIS: Festes, geschlossenes Schuhwerk notwendig (keine Absatz-, Stoffschuhe oder Sandaletten o.ä.) + Eigenanteil: 10€.
Wir fahren zur Ostsee! Mit dem Rad geht's zum aktuell größten künstlichen See Deutschlands, dem Cottbuser Ostsee. Wir erleben eine Landschaft im Wandel, in der aus einem ehemaligen Braunkohletagebau ein neuer städtischer und regionaler Entwicklungsraum entsteht. Im Sinne unseres Mottos wird sichtbar, wie die bergbauliche Vergangenheit die heutige Topografie und Nutzungsmöglichkeiten prägt. Gleichzeitig stehen Fragen der Nachnutzung, Wasserhaushaltssteuerung und touristischen Entwicklung im Fokus einer zukunftsorientierten Planung sowie dem unsichtbaren Erbe verschwundener Orte.
Im Anschluss schauen wir auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg über verschwundene Orte, Proteste gegen den Braunkohleabbau und Dorfbesetzung (ca. 45 min). Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
HINWEIS: Bitte Fahrradhelm mitbringen! Fahrräder vorhanden.
Das "deutsche Manchester in der Lausitz" wurde die Stadt Forst in der Lausitz einst genannt. Über Jahrhunderte war die Stadt ein industrielles Zentrum – und das zeigt das Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz auf einzigartige Weise. Auf unserer Exkursion in einen ehemalige Tuchfabrikkomplex, der aktuell zum "Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz" umgebaut wird, erleben wir die industrielle Entwicklung der Region vom Textilstandort bis zur Braunkohleförderung.
Wir schauen uns den Ausstellungsteil zum städtischen Verkehrswesen mit der Stadteisenbahn "Schwarze Jule" an und können während einer Führung einen Blick hinter die Kulissen der zukünftigen Schauwerkstatt nehmen sowie die baulichen Besonderheiten des denkmalgeschützten Museumsbaus erkunden.
Die Verbindung von historischer Stadteisenbahn, Alltagsleben und Industriegeschichte verdeutlicht die enge Verzahnung von Stadt und Produktion. Gleichzeitig zeigt der sich in Umbau befindende denkmalgeschützte Fabrikkomplex, wie industrielle Bausubstanz in eine zeitgemäße kulturelle Nutzung überführt werden kann. Anschließend erkunden wir das architektonische Erbe der (Textil-)Industrie der 1870er bis 1920er Jahre.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, (vor baulichem Verfall bedrohte) Industriearchitektur auf dem Forster Industriepfad (ca. 5 km) zu erkunden oder auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg über verschwundene Orte, Proteste gegen den Braunkohleabbau und Dorfbesetzung zu schauen (ca. 45 min). Infos zum Industriepfad findet ihr hier, Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
NUR DIE BSG! Gemeinsam begeben wir uns auf einen Streifzug durch das Stadion der Freundschaft, die Heimat des FC Energie Cottbus. Die Spielstätte mit über 20.000 Plätzen liegt zentral in Cottbus, direkt an der Spree. Wir erhalten Einblicke in den Presse- und VIP-Bereich, das Sozialgebäude, den Gäste-Kabinentrakt sowie den Kraftraum. Als besonderes Highlight laufen wir mit euch durch den Spielertunnel ins Stadion ein, „klettern“ unter die Nordwand und werfen einen Blick in den Sicherheitsbereich am höchsten Punkt des Stadions.
Der Verein prägt die Identität einer ganzen Region und ist aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Gemeinsam möchten wir uns mit Themen wie der Fankultur und den tief verankerten rechtsextremen Strukturen auseinandersetzen und dabei auch die aktuellen Entwicklungen rund um den Stadionaus- und -umbau aufgreifen.
Zudem ist eine antifaschistische Initiative eingeladen, die sich aktiv gegen rechte Strukturen in der aktiven Fanszene engagiert.
Gemeinsam erkunden wir mit dem Rad den Lausitz Science Park unter dem Motto „Lost Places“ und entdecken Orte im Wandel der Region.
Dabei führt uns die Tour zu verschiedenen Stationen und in ausgewählte Gebäude, in denen Geschichte, Besonderheiten und zukünftige Planungen erläutert werden.
So wird sichtbar, wie ehemalige oder brachliegende Flächen neue Potenziale für Forschung, Wirtschaft und Stadtentwicklung eröffnen.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Tour zum Cottbuser Ostsee fortzuführenn und weitere Transformationsräume zu erleben oder auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg über verschwundene Orte, Proteste gegen den Braunkohleabbau und Dorfbesetzung zu schauen (ca. 45 min). Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
HINWEIS: Bitte Fahrradhelm mitbringen! Fahrräder vorhanden.
Mit der Tram fahren wir gemeinsam ins Cottbuser Neu-Schmellwitz und tauchen ein in die vom Wandel geprägte Geschichte des jüngsten Stadtteils - geplant auf der grünen Wiese für Arbeiter:innen der Kohle- und Textilindustrie. Vor Ort schauen wir auf die Entstehung der DDR-Plattenbausiedlung aus den 1980er Jahren sowie den drastischen Bevölkerungsrückgang und den großflächigen Rückbau nach der Wende. Dabei wird sichtbar, wie Leerstand, Migration und die Städtebauförderung neue Dynamiken im Quartier ausgelöst haben. Zwischen Rückbauflächen und aktuellen Planungen diskutieren wir, welche Zukunft heute für Neu-Schmellwitz entsteht.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg über verschwundene Orte, Proteste gegen den Braunkohleabbau und Dorfbesetzung zu schauen (ca. 45 min). Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
Wer denkt, die Planenden der DDR konnten nur Plattenbau und Waschbetonoptik und sich vom Gegenteil überzeugen möchte, der ist bei dieser Exkursion genau richtig.
Im ersten Teil der Exkursion werden wir Eisenhüttenstadt erkunden, um herauszufinden, wie sich Städtebau und Architektur von der Gründung der DDR bis zur Wiedervereinigung gewandelt haben. Von Grund auf neu geplant nach den „16 Grundsätzen des Städtebaus“ der DDR zeigt Eisenhüttenstadt als erste deutsche sozialistische Stadt eine spannende architektonische Vielfalt und einen Einblick in die Utopie des sozialistischen Stadtlebens. Im zweiten Teil der Exkursion erkunden wir die Spuren der Realität seit der Wiedervereinigung: Der Verlust von über 50 % der Einwohnenden und der Abriss ganzer Stadtviertel ist eine zentrale Herausforderung der Gegenwart und erfordert neue Ideen und Ansätze der Planenden von heute, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten.
Gemeinsam packen wir beim Lehmbau auf dem Campus der BTU Cottbus an und nehmen an einem zweitägigen handwerklich-ökologischen Workshop teil – ganz nach dem Motto: nicht nur reden, sondern machen.
Zusammen mit dem Lehmbau e.V. und dem BUND Brandenburg / Cottbus arbeiten wir an der Weiterentwicklung des Außenraums und setzen uns praktisch mit nachhaltiger Gestaltung auseinander.
Im Fokus stehen insektenfreundliche Bepflanzung sowie kleinere bauliche Maßnahmen, die das lokale Ökosystem stärken und erlebbar machen.
So wird deutlich, wie ökologische Planung im Kleinen umgesetzt werden kann.
Die Exkursion führt uns mit dem Zug nach Senftenberg, wo wir die Gartenstadt Marga als ein frühes Beispiel werkseigener Siedlungsplanung erkunden. Dabei wird deutlich, wie städtebauliche Leitbilder der Gartenstadtbewegung anfang des 20. Jahrhunderts mit den Anforderungen des industriellen Braunkohleabbaus verbunden wurden. Die klare Struktur, großzügigen Grünräume und einheitliche Architektur zeigen die planerische Idee einer sozial geordneten und lebenswerten Arbeiter:innensiedlung. Die Gartenstadt Marga verdeutlicht damit, wie historische Wohnkonzepte bis heute nachwirken und im Kontext aktueller Stadtentwicklung neu bewertet werden.
Auf einer Kanutour im Spreewald erleben wir eine einzigartige Kulturlandschaft, in der sich natürliche Flussarme und vom Menschen angelegte Kanäle zu einem dichten Gewässernetz verweben. Dabei wird sichtbar, wie eng Siedlungen, Landwirtschaft und Wasserinfrastruktur miteinander verknüpft sind und die räumliche Entwicklung bis heute prägen.
Wir beobachten, wie die besondere Erreichbarkeit über das Wasser alternative Formen von Mobilität und Versorgung erfordert.
Gleichzeitig wird deutlich, wie Nutzungskonflikte zwischen Tourismus, Naturschutz und regionaler Entwicklung planerisch ausbalanciert werden müssen.
HINWEIS: Eigenanteil 3,50€.
Gemeinsam erkunden wir das ehemalige Zuchthaus Cottbus im Rahmen einer Führung und setzen uns mit seiner vielschichtigen Geschichte auseinander.
Dabei wird deutlich, wie sich die Nutzung vom Strafvollzug über die politische Haft in der DDR bis hin zur heutigen Gedenk- und Bildungsstätte gewandelt hat.
Die baulichen Strukturen und Räume vermitteln eindrücklich die Bedingungen von Haft und Repression sowie deren Einbindung in das städtische Umfeld.
Das Zuchthaus Cottbus zeigt damit, wie historisch belastete Orte bewahrt, aufgearbeitet und in eine zeitgemäße Erinnerungs- und Bildungsarbeit integriert werden können.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg über verschwundene Orte, Proteste gegen den Braunkohleabbau und Dorfbesetzung zu schauen (ca. 45 min). Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
Bei dem Ort Klinge begann der Tagebau Jänschwalde einst seinen Betrieb und entsteht nun der „Klinger See“. An diesem Ort lassen sich ganz verschiedene Wirkungen und Zusammenhänge des Lausitzer Braunkohlenbergbaus zeigen: Abbautechnologie, geologische Zeugnisse, Entscheidungen von DDR- und Bundespolitik, Protestgeschichte und die Herausforderungen bei der Flutung von Tagebauseen. Erläuterungen dazu gibt es von René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.
Im Anschluss schauen wir auf dem Campus gemeinsam den Dokumentarfilm Lacoma - der Kohle im Weg (ca. 45 min). Trailer und Infos zum Film findet ihr hier.
Das Kraftwerk Schwarze Pumpe ist eines der modernsten und größten Kraftwerke Europas. Das heutige Kraftwerk entstand 1992 als Neubauplanung nach der Wende und wird eines der letzten sein, die im Zuge des Kohleausstiegs noch in Betrieb sein werden.
Auf dieser Exkursion besuchen wir das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe und erhalten bei einer Führung Einblicke in die Kohleverstromung. Zudem haben wir von der Aussichtsplattform in 160 m Höhe einen weiten Blick über die Lausitz.
Neben der Stromerzeugung ist das Kraftwerk auch ein wichtiger Wärmeversorger für den Industriepark Schwarze Pumpe sowie die Städte Spremberg und Hoyerswerda. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns auch mit der zukünftigen Entwicklung des Standorts im Kontext des Kohleausstiegs beschäftigen, die aufgrund der längeren Restlaufzeit weniger konkret erscheint als an anderen Standorten.
An diesem Standort werden die Herausforderungen von Energiewende und Strukturwandel deutlich, bei denen räumliche Veränderungen, Energieversorgung und regionale Transformation zusammen gedacht werden müssen.
HINWEIS: Eigenanteil 10€
Gemeinsam spazieren wir zum ehemaligen Dieselkraftwerk Cottbus, einer Ikone der Industriekultur. Heute ist dort das Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst beheimatet. Im Rahmen einer partizipativen Architekturführung erkunden wir den kunstvollen Bau, der v.a. durch seine elegante Ziegelfassade und den aufstrebenden Fensterfronten hervorhebt und als ein Paradebeispiel für die Kraftwerksarchitektur der 1920er-Jahre gilt.
Ziel ist aufzuzeigen, wie industrielle Bauten in neue (kulturelle) Nutzungen überführt und in das Stadtbild integriert werden. Eine anschließende kunstbezogene Führung mit Fokus auf die DDR-Sammlung eröffnet zusätzliche Perspektiven auf gesellschaftliche und räumliche Entwicklungen. Zum Abschluss setzen wir uns im Atelier praktisch-kreativ mit den gewonnenen Eindrücken auseinander.
Hinweis: Eigenanteil 10€
Awareness ist für die meisten (vor allem im Rahmen von Partys) mittlerweile ein gängiger Begriff. Viele Fachschaften kämpfen jedoch regelmäßig damit, ihre Awareness-Schichten zu füllen. Teil des Problems ist, dass Menschen oft das Gefühl haben, nicht die Kompetenzen für Awareness-Arbeit zu haben. Das wollen wir ändern!
Wo beginnt Awarenessarbeit und wo sind Grenzen? Was genau ist Betroffenenarbeit und was bedeutet das für uns als Awareness? Diesen Fragen wollen wir uns widmen und vor allem wollen wir uns durch Übungen an die Praxis herantasten und somit mehr Selbstvertrauen schaffen.
Wir möchten mit unserem HoPo explizit auch Menschen in privilegierten Positionen, vor allem Cis-Männer und/oder weiße Personen ansprechen, da bisher die Awareness-Arbeit vor allem von (Hetero-)Sexismus betroffenen Personen getragen wird (wie so oft bei emotionaler Arbeit und Sorgearbeit).
Wir freuen uns auf euch!
Von Johanna, Tjorven und Jessika aus Berlin
Ob stille, kooperativ, oder einfach unter Menschen. Die Bedürfnisse der Studis in unserem Studiengang sind genauso divers wie wir. Durch das kreative Studium und die abwechslungsreichen Abgabeleistungen werden unterschiedliche Lernräume notwendig.
Doch wie genau müssen diese gestaltet werden, um die perfekte Lernatmosphäre zu schaffen? Wie sollten Tische und Stühle aussehen, entsteht deine Kreativität auf dem Papier oder digital? Mit diesem Thema wollen wir uns in diesem HoPo auseinandersetzen.
Von Greta und Richard aus Nürtingen
Von Kopenhagen nach Mailand, von Taiwan nach Buenos Aires, oder doch in Karlsruhe, Hamburg, Wien oder dem benachbarten Landkreis? Exkursionen kennen alle, lieben oder hassen alle, und sind vermutlich auch an irgendeiner Stelle Pflicht im Studium. Ob Kosten, Nachhaltigkeit oder einfach nur ein interessantes Reiseziel, wir begeben uns auf Entdeckungstour durch die verschiedenen Themen, die es zu beachten gilt. Lasst uns zusammen auf die Reise gehen und rausfinden: Was will eine Exkursion erreichen, wofür gibt’s das im Planungsstudium und wie kann das ganze fair und spannend gestaltet werden? Welche Reiseziele sind noch gerechtfertigt und ab wann sollte man die Reißleine ziehen? Wir wollen ein Ründchen diskutieren und im Anschluss Forderungen stellen, die an die Hochschulstandorte getragen werden können.
Von Lara und lenya aus Erfurt und Sarah aus Berlin
Der gesellschaftliche Rechtsruck und die Spaltung der Gesellschaft spiegeln sich zunehmend auch im universitären Umfeld wider. In unserem HoPo untersuchen wir, wie sich rechte Einstellungen im studentischen Alltag äußern und welche Herausforderungen daraus entstehen können. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wo die Grenzen von Toleranz liegen und welche Strategien Studierende und Hochschulen entwickeln können, um demokratische Werte zu stärken.
In interaktiven Gruppenphasen tauschen wir uns über eigene Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam konkrete Handlungsoptionen.
Von Fanny und Franz aus Dortmund
„Ich hätte einfach früher anfangen müssen!?“
„Andere schaffen das doch auch!?“
„Das gehört halt dazu!?“
Kommt euch das bekannt vor?
Im Studium stoßen viele von uns an Grenzen: Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung, Präsentationsstress oder das Gefühl, nicht „richtig“ zu funktionieren. Doch was davon ist
wirklich individuell und was ist eigentlich strukturell bedingt?
In diesem HoPo wollen wir gemeinsam einen Blick auf genau diese unsichtbaren Hürden werfen: Was fordert uns im Studium heraus? Welche Strukturen stehen dahinter? Und wo stoßen individuelle Strategien an strukturelle Grenzen?
Der Workshop bietet Raum für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzuordnen. Ziel ist es, gemeinsam besser zu verstehen, was im Studium oft unsichtbar bleibt und was es bräuchte, damit sich das Studium weniger wie ein Hindernislauf anfühlt.
Von Nina und Kathi aus Dortmund
Stadt- und Raumplaner:innen werden oftmals als Veknüpfungspunkt unterschiedlichster Fachbereiche angesehen. Das ist ja schließlich unsere Rolle, oder? Nur wissen wir eigentlich alles und nichts von den Fachplanungen. In der Praxis wird daher - im Idealfall - interdisziplinär an Projekten gearbeitet.
Realität vs. Studium - Ist Intersdisziplinäre Zusammenarbeit im Studium schon angekommen? Wie könnte diese aussehen? Wie kann man sie verbessern?
Gemeinsam wollen wir auf die verschiedenen Hochschulstandorte schauen und herausfinden wie interdisziplinäre Zusammenarbeit funktioniert, wo es Handlungsbedarf gibt und wie man Hemmnisse lösen kann. Wie möchten mit euch mögliche Handlunsgmöglichkeiten entwicklen, wie ihr selbst oder in Form des FSR interdisziplinäre Zusammenarbeit, Projekte, etc. voran bringen könnt.
Von Richard aus Erfurt und Ayşe aus Frankfurt
Kommt mit uns auf eine Reise in die Zukunft und in die Vergangenheit: 2028 wird das P:IT 50 Jahre und wir wollen die Geschichte des Planer:innentreffens lebendig werden lassen. Was war das Motto des P:IT 2002 in Cottbus? Was hat es mit dem Banner-Klau auf sich und wie werde ich Bachelor of P:IT? Diese und viele anderen Fragen wollen wir beantworten und im Rahmen des Jubiläums 2028 mit allen P:IT-Begeisterten teilen. Dafür wollen wir mit euch brainstormen und kreativ planen: ein riesiger Zeitstrahl mit allen P:IT-Mottos? Oder doch Karaoke aller P:IT-Banger? Jubiläumsmerch oder doch lieber Gesprächsrunden mit den P:IT-Teilnehmenden aus den 1980ern? Wir starten gemeinsam mit euch in die Planung des großen Jubiläums und freuen uns auf eure Ideen!
Für die Teilnahme am HoPo sind keine Vorkenntnisse erforderlich, dafür eine ordentliche Portion Motivation, Kreativität und im besten Fall ein Wille, sich auch über den HoPo hinaus zu beteiligen.
Von Kora aus Weimar und Kevin (E:PiT)
Wir alle haben ein Verständnis dafür, dass wir nachhaltig planen müssen. Aber zu welchem Grad sind wir tatsächlich dazu in der Lage? Planen wir wirklich Städte, die bis 2045 klimaneutral sein können? Und wie wird so eine Stadt eigentlich genau aussehen, welche Maßnahmen müssten konkret umgesetzt werden, um unsere Ziele zu erreichen? Gemeinsam mit euch wollen wir uns darüber austauschen, wie klimagerechte Stadtplanung im Studium gelehrt wird und wo es Lücken gibt, wenn es um Klimaschutz, Klimaanpassung, deren soziale Gerechtigkeit und die Umsetzung in der Praxis geht.
Von Amy und Jakob aus Hamburg und Caroline aus Frankfurt
Wie sprechen wir eigentlich miteinander in unseren Fachschaften – und wer kommt dabei zu Wort? Der Workshop lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu reflektieren und strukturelle Dynamiken in studentischen Gruppen sichtbar zu machen. Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, wer sich engagiert und welche Rollen dabei (unbewusst) entlang von Geschlecht und weitere Faktoren entstehen.
Ein besonderer Fokus liegt auf intersektionalen** Perspektiven sowie der Frage, wie inklusivere und gerechtere Gesprächskulturen konkret gestaltet werden können. Ziel ist es, die gewonnenen Perspektiven und Tools in die eigene Fachschaft mitzunehmen und aktiv weiterzutragen.
Der Workshop richtet sich ausdrücklich an alle Geschlechter und auch Nicht-Fachschaftsmitglieder!
**Intersektionalität beschreibt, wie verschiedene Formen von Diskriminierung (z. B. Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus) zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken.
Von Fanny und Leonhard aus Wien
Prüfungen stressen – aber für manche mehr als für andere. In diesem HoPo schauen wir uns gemeinsam an, wie Prüfungsformen und Lehrveranstaltungsformate im Planungsstudium eigentlich funktionieren und wen sie vielleicht benachteiligen. Wir tauschen die Erfahrungen unterschiedlicher Standorte aus, hinterfragen bestehende Strukturen und überlegen uns gemeinsam, wie fairere und flexiblere Prüfungen und Lehrveranstaltungen aussehen könnten.
Ziel ist es, das Studium besser bzw. flexibler mit Alltag, Erwerbs- und/oder Carearbeit und ehrenamtlichen Engagement vereinbar zu machen.
Von Paul, Noah und Ben Jon aus Wien
In einem demokratischen System ist es nicht immer ganz leicht, in einer Gruppe eine Entscheidung zu fällen. Manchmal kommt es zu knappen Abstimmungen und am Ende sind immer Leute unzufrieden. Vor diesem Problem stehen auch viele Fachschaften. Wir probieren gemeinsam verschiedene Abstimmungsmethoden aus, diskutieren deren Vor- und Nachteile und überlegen, wie man in der Fachschaft gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommt.
Von Laura aus Kaiserslautern und Lennart aus Weimar
Fachschaften gelten als zentrale Orte studentischer Mitbestimmung und gleichzeitig als Räume, die viele Studierende nie betreten. Während Fachschaften vorgeben, für alle zu sprechen, engagiert sich nur ein kleiner, oft homogener Teil der Studierendenschaft.
Viele fühlen sich nicht angesprochen, ausgeschlossen oder haben schlicht nicht die Ressourcen, sich einzubringen. Engagement erscheint zeitaufwendig, wenig wirksam oder schwer zugänglich. Dadurch entstehen Strukturen, die sich selbst reproduzieren: Die, die drin sind, bleiben… die, die draußen sind, kommen schwer rein.
Wir arbeiten mit einer Mischung aus Positionsformaten, Diskussionen und Gruppenarbeit, um unterschiedliche Erfahrungen und Wahrnehmungen von Fachschaftsarbeit sichtbar zu machen. Wir wollen gemeinsam herausfinden, warum sich viele nicht engagieren (wollen), welche strukturellen Hürden bestehen und wie studentische Beteiligung inklusiver und wirksamer gestaltet werden kann. Abschließend sammeln wir gemeinsam Ideen, wie Fachschaftsarbeit zugänglicher und offener gestaltet werden kann.
Von Klara und Charly aus Kassel
Straßennamen, Händehalten, Outfit tragen, Flagge zeigen, demonstrieren, Gehwegbreite, Straßenlaterne und Arbeitsweg – unser gebauter Raum spiegelt die Machtdynamiken unserer Gesellschaft wider. Gemeinsam wollen wir unsere Perspektiven, Erfahrungen und das Zusammenwirken von Geschlecht und Raum diskutieren:
Wann spielt Geschlecht im Raum eine Rolle, wo und wie erleben wir Geschlechtsrollen im Stadtkörper? Wie manifestieren sich die Normen, Sichtweisen und Selbstverständlichkeiten einer cisheterosexuellen Mehrheitsgesellschaft in unseren Städten, in unserer Stadtplanung? Wie schauen eigentlich queere Menschen auf Raum, was sind queere Raumansprüche? Und schließlich: Wie können wir, die Planenden, der Stadt für wirklich alle ein Stück näher kommen?
Ein Raum für Queers und alle anderen, zum Austauschen, Diskutieren, voneinander Lernen und neue Perspektiven einnehmen!
Von Lynn aus Lübeck und Henrie (E:PIT)
Du warst schon einmal auf einem P:IT, hast vielleicht sogar eines mitorganisiert oder bist dieses Mal zum allerersten Mal dabei? Dann suchen wir genau dich!
Das HoPo How2PIT findet auf jedem P:IT mit einem wechselnden Schwerpunkt statt. Ziel ist es, das Selbstverständnis des P:IT zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen – wenn möglich – in die Planung zukünftiger P:ITs einfließen.
Bei dieser Evaluation geht es nicht nur darum, einzelne Programmpunkte während des P:IT zu besprechen. Wir möchten den gesamten Prozess in den Blick nehmen: von der Vorbereitung über die Erwartungen im Vorfeld bis hin zu den Erfahrungen während und nach dem P:IT. So wollen wir ein umfassenderes Verständnis entwickeln und die gesammelten Erfahrungen gezielt schärfen.
Wir werden Fragen behandeln wie: Was macht ein P:IT aus? Wie erfahren Menschen vom P:IT? Und was motiviert Teilnehmende, sich auch nach dem P:IT beim BSFR zu engagieren? Ziel ist es, das Gesamtkonzept P:IT weiter zu schärfen und für zukünftige P:IT´s ein Umfeld zu gestalten, das für eine diverse Gruppe von Personen inklusiv ist.
Von Tobi aus Kaiserslautern und Xandi aus Wien